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Frühes Invergordon

Ursprünglich als An Rudha („die Landzunge“) oder „die Ness“ bekannt, erhielt Invergordon seinen Namen von Sir William Gordon, einem ortsansässigen Landbesitzer des frühen 18. Jahrhunderts. Jahrhundertelang war das Anwesen, auf dem Invergordon heute liegt, als Inverbreakie (die Mündung des Breakie) bekannt; der Breakie war vermutlich der Bach, der bei Rosskeen Bridge nahe der alten Pfarrkirche in den Firth of Forth mündet. Die früheste Erwähnung von Inverbreakie stammt aus dem 13. Jahrhundert, als die Burg, etwa eine Meile landeinwärts von der Ness, von einem Flamen bewohnt wurde; angeblich von Wilhelm dem Löwen. Schon sehr früh standen in der Nähe des heutigen Hafens einige strohgedeckte Häuser; diese waren als „Die Fährhäuser“ bekannt.

Schloss und Anwesen wurden um die Jahrhundertwende zum 18. Jahrhundert von Sir William Gordon erworben. Während seiner Lebenszeit wurde das Schloss, ursprünglich ein bescheidenes Wohnhaus, beträchtlich erweitert, und gleichzeitig wurden die Anlagen verbessert und Pläne für den Bau einer Stadt in der Nähe des Flusses Ness entworfen. William wurde von seinem Sohn Sir John beerbt, der als eigentlicher Gründer der Stadt gelten kann. Seine ehrgeizigen Pläne umfassten auch die industrielle Entwicklung, doch er wurde durch geerbte Schulden behindert. Sir John starb 1773 kinderlos. Er ließ eine Büste von Esme Bouchardon anfertigen, einer der gefragtesten Bildhauerinnen des 18. Jahrhunderts. Die Büste entstand während Bouchardons Studienzeit in Rom, wo er auch private Aufträge für viele der bedeutendsten Europäer annahm, die Rom besuchten.

1780 wurde das Anwesen Invergordon für Robert III. Macleod of Cadboll erworben. Mit der Ankunft der Familie Macleod of Cadboll in der Gegend schritt die Entwicklung Inversdons rasch voran. Ein Hafen wurde angelegt, und schon bald entwickelte sich das Dorf – denn es war damals noch ein kleines Dorf – zum wichtigsten Umschlaghafen im Norden. Nachdem das alte Schloss einem Brand zum Opfer gefallen war, ließ der verstorbene Robert Bruce Aeneas Macleod 1872 ein neues, prächtiges Herrenhaus errichten. Einige Jahre zuvor waren die Schlossanlagen in eine wunderschöne Anlage verwandelt worden, die sogenannten „Amerikanischen Gärten“, deren üppige Rhododendrenpracht, stattliche Bäume und blumengesäumte Wege im ganzen Land berühmt waren. Die wachsende Gemeinde führte 1864 zur Gründung einer Polizeistadt; Robert Bruce Aeneas Macleod of Cadboll wurde ihr erster Bürgermeister. Als das Anwesen etwa zur Zeit des Ersten Weltkriegs verkauft wurde, verschwand der Glanz des Schlosses und der Gärten, und 1928 wurde das Schloss selbst abgerissen.

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